Mit Vollgas in den Hunger. Brot statt Agrotreibstoffe!

Vor dem Hintergrund von Energieknappheit und Klimaerwärmung werden so genannte Biotreibstoffe von Regierungen und multinationalen Unternehmen als zukunftsweisende Lösung angepriesen. Dies, obwohl immer mehr Studien und Erfahrungen in Produzentenländern belegen, dass der industrielle Anbau der Treibstoffpflanzen das Klima schädigt, wertvolle Ökosysteme zerstört, zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen führt und die Nahrungsmittelsicherheit von Millionen von Menschen gefährdet.

Vor diesem Hintergrund ist der Begriff «Bio» Augenwischerei, weshalb zivilgesellschaftliche Akteure von Agrotreibstoffen sprechen. Mit einer Kampagne setzen sich verschiedene Schweizer NGOs für ein internationales Moratorium ein und fordern die Schweizer Regierung auf, auf die Steuerbefreiung von Agrotreibstoffen zu verzichten.

Aktuell

Petition Agrotreibstoffe: Medienkonferenz stützt Unterschriftensammlung

Die Petition Agrotreibstoffe der Plattform Agrotreibstoffe ist online. Unter www.petition-agrotreibstoffe.ch  finden sich Argumente für die Unterzeichnung, Informationen über die unterstützenden Organisationen und Vordrucke, um Unterschriften zu sammeln.

Die Forderungen der Plattform: Die Einführung von Zulassungskriterien, welche sozial und ökologisch problematische Agrotreibstoffe generell ausschliessen. In die Kriterien müssen dabei insbesondere die Ernährungssicherung in den Herkunftsländern sowie indirekte Verdrängungseffekte einbezogen werden.

Auf der Medienkonferenz der  Plattform Agrotreibstoffe am 23. April sowie weiteren Veranstaltungen stellten Experten verschiedener Nationen die Gefahren der Produktion von Agrotreibstoffen dar. Die Stellungnahmen der Experten sind hier nachzulesen. Verschiedene Medien haben bereits berichtet.

Noch bis zum 06. September können Sie die Petition mit Ihrer Unterschrift unterstützen!

Hintergründe

Wo einst Wald stand, wachsen heute Ölpalmen © SurImages
Wo einst Wald stand, wachsen heute Ölpalmen © SurImages
Immer mehr Studien und Erfahrungen aus Produzentenländern belegen die negativen Auswirkungen der Agrotreibstoffe. Hier finden Sie zahlreiche Studien und Zeitungsberichte aus verschiedenen Regionen der Welt. Hintergründe >> 

Die Kampagne

Mit dem Getreide, das es für 1 Tankfüllung braucht, kann 1 Mensch 1 Jahr lang ernährt werden. 

Agrotreibstoffe verschärfen den Hunger, schädigen das Klima und führen zu Menschenrechtsverletzungen. Zur Kampagne >>
"Nie werden wir mit dem grossflächigen Anbau von Energiepflanzen unser westliches Mobilitätsproblem lösen können, dafür verschlimmern wir die Hunger- und Umweltprobleme in den Südländern massiv. Ein weltweiter Stopp dieses Irrweges ist dringend nötig."

Maya Graf, Nationalrätin Grüne, Biobäuerin

Auch Sie können etwas tun

Was Sie tun können um der aktuellen Energie- und Klimakrise entgegenzuwirken:
  • öfter den öffentlichen Verkehr und das Fahrrad benutzen
  • Reisen per Flugzeug einschränken
  • regionale und saisonale Produkte aus fairem Handel bevorzugen
  • Dritte für die Problematik der Agrotreibstoffe sensibilisieren
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