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Sehr geehrte Frau Bundesrätin,Immer mehr Studien und Erfahrungen belegen, dass die negativen Aspekte bei der Herstellung von Agrotreibstoffen überwiegen: Der industrielle Anbau der Energiepflanzen schädigt das Klima, erhöht die CO2-Emmissionen und verdrängt wertvolle Ökosysteme. Ausserdem gefährdet der Anbau die Ernährungssicherheit von Millionen von Menschen, führt zu Vertreibungen und schweren Menschenrechtsverletzungen. Mit der Vergiftung der Böden und Gewässern wird die Lebensgrundlage von unzähligen Menschen zerstört. Deshalb fordere ich den Bundesrat dazu auf,
- sich umgehend für ein internationales Moratorium für Agrotreibstoffe aus industrieller Produktion einzusetzen;
- umgehend ein fünfjähriges Moratorium für die Anwendung industriell produzierter Agrotreibstoffe in der Schweiz zu erlassen;
- auf die Steuerbefreiung für Agrotreibstoffe zu verzichten.
Nur so erhalten wir die dringend notwendige Zeit, um die Auswirkungen der Agrotreibstoffe auf Ernährungssicherheit, Klima, Landwirtschaft, und Umwelt umfassend zu klären und Lösungsansätze für eine sozial gerechte und ökologisch sinnvolle globale Energiepolitik zu entwickeln.
Mit freundlichen Grüssen
"Nie werden wir mit dem grossflächigen Anbau von Energiepflanzen unser westliches Mobilitätsproblem lösen können, dafür verschlimmern wir die Hunger- und Umweltprobleme in den Südländern massiv. Ein weltweiter Stopp dieses Irrweges ist dringend nötig."
Maya Graf, Nationalrätin Grüne, Biobäuerin
Maya Graf, Nationalrätin Grüne, Biobäuerin
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Auch Sie können etwas tun
Was Sie tun können um der aktuellen Energie- und Klimakrise entgegenzuwirken:
- weniger und energiesparend Auto fahren (Treibstoff-Spartipps, weitere auf www.ecodrive.ch)
- öfter den öffentlichen Verkehr und das Fahrrad benutzen
- Reisen per Flugzeug einschränken
- regionale und saisonale Produkte aus fairem Handel bevorzugen
- Dritte für die Problematik der Agrotreibstoffe sensibilisieren
