Warum diese Kampagne ?

Mit einer schweizweiten Kampagne setzen sich zahlreiche Schweizer NGOs für ein internationales Moratorium für den industriellen Anbau von Agrotreibstoffen ein. Ausserdem fordern sie vom Bundesrat ein fünfjähriges Anwendungsmoratorium für industriell produzierte Agrotreibstoffe und einen Verzicht auf die vom Bundesrat beschlossene Steuererleichterung. Denn ...

Agrotreibstoffe sind nicht Bio ...

... sondern ein Produkt der Agrarindustrie: Grossflächige Monokulturen, intensive Bewässerung, genmanipuliertes Saatgut und gewaltige Mengen an Kunstdünger  und Pestiziden bestimmen den Anbau. Millionen Hektaren Urwald sind dem Anbau von Energiepflanzen bereits zum Opfer gefallen. Aus ökologischer Sicht schneiden die meisten Agrotreibstoffe deshalb viel schlechter ab als fossile Energien. 

Agrotreibstoffe verschärfen den Hunger ...

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 ... indem sie die Nahrungsmittelkrise der Ärmsten in Asien, Lateinamerika und Afrika weiter anheizen: Wo früher Nahrungsmittel angepflanzt wurde, werden heute Agrotreibstoffe produziert. Zusätzlich haben die Spekulationen mit Agrarprodukten an den globalen Kapitalmärkten Grundnahrungsmittel für die arme Bevölkerung unbezahlbar gemacht. 

Agrotreibstoffe führen zu Menschenrechtsverletzungen ...

... weil der Landhunger der grossen Agrar- und Energiekonzerne gewaltsame Vertreibungen und gar Ermordungen mit sich zieht. Mit unserem Treibstoffhunger unterstützen wir Sklavenarbeit und Ausbeutung auf Agrotreibstoff-Plantagen.  

Agrotreibstoffe kommen die Konsumenten teuer zu stehen ...

 ... denn sie werden  mit Steuergeldern gefördert. Die USA, Brasilien, die EU, weite Teile Asiens und teilweise auch die Schweiz zahlen Millionen in Form von Subventionen und Steuervergünstigungen für die Produktion und den Import von Agrotreibstoffen. Mit verbindlichen Quoten zur Beimischung von Agrotreibstoffen bei herkömmlichen Treibstoffen schaffen die Staaten lukrative Märkte für Grossunternehmen. 

Impressionen aus der Kampagnenwoche

Bereits ist die Aktionswoche "Mit Vollgas in den Hunger. Brot statt Agrotreibstoffe" Vergangenheit. Mehr zu den Strassenaktionen, öffentlichen Vorträgen und Diskussionen sowie zu den beiden kolumbianischen Gästen Ligia María Chaverra und Ernesto Cunda im Monatsbericht November der Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien.

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Unterschriftensammlung beendet: 4000 Unterschriften

Brief an Bundesrätin Leuthard

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Im Oktober 2008 wurde eine Unterschriftensammlung gestartet, um Bundesrätin Leuthard aufzufordern, ein fünfjähriges Moratorium für die Anwendung industriell produzierter Agrotreibstoffe in der Schweiz zu erlassen und auf die Steuerbefreiung für Agrotreibstoffe zu verzichten. Gleichzeitig wurde die Parlamentarische Initiative für ein Moratorium gegen die Einfuhr von Agrotreibstoffen eingereicht, die momentan darauf wartet, im Parlament behandelt zu werden. 

Die Unterschriftensammlung ist nun beendet. Allen Unterzeichnenden herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! Fast 4000 Personen haben die Moratoriumsforderung unterzeichnet. In einem Brief hat die ask Bundesrätin Leuthard davon in Kenntnis gesetzt und darüber informiert, wie die Produktion von Agrotreibstoffen in Kolumbien zu Menschenrechtsverletzungen
führt und die Friedensbemühungen gefährdet.

"Nie werden wir mit dem grossflächigen Anbau von Energiepflanzen unser westliches Mobilitätsproblem lösen können, dafür verschlimmern wir die Hunger- und Umweltprobleme in den Südländern massiv. Ein weltweiter Stopp dieses Irrweges ist dringend nötig."

Maya Graf, Nationalrätin Grüne, Biobäuerin

Auch Sie können etwas tun

Was Sie tun können um der aktuellen Energie- und Klimakrise entgegenzuwirken:
  • öfter den öffentlichen Verkehr und das Fahrrad benutzen
  • Reisen per Flugzeug einschränken
  • regionale und saisonale Produkte aus fairem Handel bevorzugen
  • Dritte für die Problematik der Agrotreibstoffe sensibilisieren
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