Mit Vollgas in den Hunger. Brot statt Agrotreibstoffe!

Vor dem Hintergrund von Energieknappheit und Klimaerwärmung werden so genannte Biotreibstoffe von Regierungen und multinationalen Unternehmen als zukunftsweisende Lösung angepriesen. Dies, obwohl immer mehr Studien und Erfahrungen in Produzentenländern belegen, dass der industrielle Anbau der Treibstoffpflanzen das Klima schädigt, wertvolle Ökosysteme zerstört, zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen führt und die Nahrungsmittelsicherheit von Millionen von Menschen gefährdet.

Vor diesem Hintergrund ist der Begriff «Bio» Augenwischerei, weshalb zivilgesellschaftliche Akteure von Agrotreibstoffen sprechen. Mit einer Kampagne setzen sich verschiedene Schweizer NGOs für ein internationales Moratorium ein und fordern die Schweizer Regierung auf, auf die Steuerbefreiung von Agrotreibstoffen zu verzichten.

Aktuell

Unterschriftensammlung beendet: 4000 Unterschriften!

Brief an Bundesrätin Leuthard

Im Oktober 2008 wurde eine Unterschriftensammlung gestartet, um Bundesrätin Leuthard aufzufordern, ein fünfjähriges Moratorium für die Anwendung industriell produzierter Agrotreibstoffe in der Schweiz zu erlassen und auf die Steuerbefreiung für Agrotreibstoffe zu verzichten. Gleichzeitig wurde die Parlamentarische Initiative für ein Moratorium gegen die Einfuhr von Agrotreibstoffen eingereicht, die momentan darauf wartet, im Parlament behandelt zu werden. 

Die Unterschriftensammlung ist nun beendet. Allen Unterzeichnenden herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! Fast 4000 Personen haben die Moratoriumsforderung unterzeichnet. In einem Brief hat die ask Bundesrätin Leuthard davon in Kenntnis gesetzt und darüber informiert, wie die Produktion von Agrotreibstoffen in Kolumbien zu Menschenrechtsverletzungen
führt und die Friedensbemühungen gefährdet.

Hintergründe

Wo einst Wald stand, wachsen heute Ölpalmen © SurImages
Wo einst Wald stand, wachsen heute Ölpalmen © SurImages
Immer mehr Studien und Erfahrungen aus Produzentenländern belegen die negativen Auswirkungen der Agrotreibstoffe. Hier finden Sie zahlreiche Studien und Zeitungsberichte aus verschiedenen Regionen der Welt. Hintergründe >> 

Die Kampagne

Mit dem Getreide, das es für 1 Tankfüllung braucht, kann 1 Mensch 1 Jahr lang ernährt werden. 

Agrotreibstoffe verschärfen den Hunger, schädigen das Klima und führen zu Menschenrechtsverletzungen. Zur Kampagne >>
"Nie werden wir mit dem grossflächigen Anbau von Energiepflanzen unser westliches Mobilitätsproblem lösen können, dafür verschlimmern wir die Hunger- und Umweltprobleme in den Südländern massiv. Ein weltweiter Stopp dieses Irrweges ist dringend nötig."

Maya Graf, Nationalrätin Grüne, Biobäuerin

Auch Sie können etwas tun

Was Sie tun können um der aktuellen Energie- und Klimakrise entgegenzuwirken:
  • öfter den öffentlichen Verkehr und das Fahrrad benutzen
  • Reisen per Flugzeug einschränken
  • regionale und saisonale Produkte aus fairem Handel bevorzugen
  • Dritte für die Problematik der Agrotreibstoffe sensibilisieren
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