Lateinamerika Allgemein
Der Preis der Agrotreibstoffe
Friends of the Earth (FoE)September 2008
Neuer FoE-Bericht über die sozialen Auswirkungen des Agrotreibstoff-Booms. Darin wird den Fragen nachgegangen, ob die boomende Agrotreibstoffproduktion eine Chance für Kleinbauern darstellt, indem Arbeitsplätze generiert werden; ob damit nicht die Nahrungsmittelversorgung konkurrenziert wird; wer schlussendlich von dieser Entwicklung profitiert (in Englisch).
Fuelling destruction in Latin America. The real price of the drive for agrofuels (pdf)
Unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit. Die Unzulänglichkeit von Treibstoff-Zertifizierungen.
Friends of the Earth EuropeApril 2008
Eine Studie über die Wirksamkeit von Nachhaltigkeitskriterien bei Agrotreibstoffen in der Mercosur-Region, Südamerika (in Englisch und Spanisch).
Sustainability as a Smokescreen. The inadequacy of certifying fuels and feeds.
Kolumbien
Streik der Zuckerrohrarbeiter stösst auf taube Ohren
Von Stephan Suhner, askOktober 2008
Seit einem Monat streiken 14'000 Arbeiter der Zuckerrohrindustrie in den Departementen Cauca und Valle. Sie protestieren damit gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen, die ihnen und ihren Familien kaum das Überleben sichern. Der Forderungskatalog für Verhandlungen wurde dem Verband der Zuckerrohrproduzenten Asocaña am 14. Juli 2008 überreicht. Da Asocaña sich den Verhandlungen verweigerte, begann am 15. September 2008 der Streik. Dieser wird von der Regierung rein als militärisches Problem behandelt und die Streikenden werden diffamiert, bedroht, ihre Proteste mit Gewalt aufgelöst. Seit Streikbeginn gab es über 40 Verletzte.
Drohungen an MenschenrechtsaktivistInnen im Curvaradó
PBI Colombia, September 2008Nach einer Reihe von Drohungen, die gegen die MenschenrechtsaktivistInnen der kirchlichen Organisation Justicia y Paz in Bogotá und dem Curvaradó ausgesprochen wurden, beschloss PBI Kolumbien, diese Spezialnummer herauszugeben. Seit gut zehn Jahren begleitet diese Organisation die Gemeinschaften des von Ölpalm-Plantagen gezeichneten Curvaradó und unterstützt sie bei der Rückgewinnung ihres Landes, von dem sie 1997 gewaltsam vertrieben wurden (in Englisch).
Special edition about incidents in Curvaradó
Nachhaltiges Palmöl aus Kolumbien?
Von Stephan Suhner, askOktober 2008
In Cartagena, Kolumbien, findet am 16. Oktober das erste lateinamerikanische Treffen des RundenTisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) statt. An forderster Front mit dabei ist Fedepalma, der Verband der kolumbianischen Ölpflanzern. Wird nun das kolumbianische Palmöl nachhaltig? Kolumbianische Organisationen zweifeln daran.
Weitere schwere Menschenrechtsverletzungen beim Anbau und der Produktion von Agrotreibstoffen
Von Stephan Suhner, askOktober 2008
In Kolumbien gehen die schweren und systematischen Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit der Agrotreibstoffproduktion weiter. Besonders betroffen sind dabei Indigene und Afrokolumbianer, aber auch Kleinbauern und Landarbeiter. In vielen Gebieten der Pazifikküste wird die afrokolumbianische Bevölkerung durch Armeeoperationen und durch die Aktivitäten der „neuen Generation“ der Paramilitärs eingeschüchtert und bedroht.
Agrotreibstoffe, Kolumbien und die Schweiz
Von Stephan Suhner, askMärz 2008
Welches Rolle spielt die Schweiz bei der Entwicklung der Agrotreibstoffe? Dieser Artikel geht dieser Frage anhand des Beispiels Kolumbien nach.
Land für Palmunternehmer statt für Vertriebene
Von Stephan Suhner, askFebruar 2008
In Kolumbien führt der Agrotreibstoffboom zu einem erhöhten Druck auf Land. Ein absurdes Beispiel hierzu ist die Geschichte von Carimagua: Das Landstück, welches ursprünglich für vertriebene Kleinbauern vorgesehen war, wird nun an private Unternehmer verteilt.
Proteste von Palmenarbeitern gegen schlechte Arbeitsbedingungen
Von Stephan Suhner, askFebruar 2008
In Puerto Wilches, Kolumbien, legten 2'500 PlantagenarbeiterInnen ihre Arbeit nieder, um auf ihre prekäre Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen.
Vertreibungen für europäische AutofahrerInnen
Von Stefan Suhner, askDezember 2007
Im Winter 2007 waren zwei Kolumbianer in Europa unterwegs. Dabei berichteten sie über die Probleme, welche die Förderung der Agrotreibstoffe verursachen.
Interview mit Lidoro Hurtado und Diego Cardona >>
Agrotreibstoffe und der Paramilitarismus in Kolumbien
Von Stephan Suhner, askDezember 2007
Kolumbien erlebt einen gewaltigen Boom im Zusammenhang mit der Produktion von Agrotreibstoffen. Dieser Boom ist auch mit Vertreibungen verbunden, für welche nicht selten die Paramilitärs verantwortlich sind.
Bericht über Agrotreibstoffe und Paramilitarismus in Kolumbien >>
Bioenergie aus Kolumbien. Wie aus Kraftstoff Zündstoff wird
Eine Hördokumentation vom Jenaer Internationalen Studierendenkreis (JISK) über die aktuelle Bioenergiedebatte (erstellt 2007) und deren soziale und ökologische Auswirkungen in Kolumbien.Hördokumentation >>
Auf den Spuren der Ölpalmen im Südosten Kolumbiens und im Magdalena Medio
Von Dominique Rothen, askask Monatsbericht September 2007
Der Südosten Kolumbiens werden zunehmend mehr Ölpalmen angebaut; der Magdalena Medio ist das traditionelle Anbaugebiet von Ölpalmen.
Reisebericht über den Besuch in diesen beiden Gebieten >>
Ökologische Pilgerreise in den Curvaradó und Jiguamiandó
Von Nora Braun und Stephan Suhnerask Monatsbericht März 2007
Im Februar 2007 fand in Urabá eine "ökologische Pilgerreise" statt, zu der mehrere afrokolumbianische und indigene Gemeinschaften des Bajo Atrato und die Menschenrechtsorganisation "Justicia y Paz" eingeladen hatten.
Bericht über diese Pilgerreise sowie über die dritte Anhörung des Permanenten Völkertribunals (TPP)
Rückkehr in die Ölpalmenwüste
Von Germán Linares und Stephan Suhnerask Monatsbericht Mai 2006
1997 wurden im Rahmen grosser Militäroperationen Hunderte von Afrokolumbianer aus dem Flussbecken des Curvadaradó vertrieben. Gut neun Jahre später kehren die ersten Familien zurück. Sie finden ihre Siedlungen zerstört, den Wald gerodet und alles in eine grüne Palmenwüste verwandelt.
Rückkehr von Vertriebenen nach 10 Jahren >>
Brasilien
Mit Agrotreibstoffen aus Brasilien gegen den Klimawandel?
von Dr. Thomas Fatheuer, Büroleiter Rio de Janeiro Heinrich-Böll-Stiftung, Oktober 2007Mit Agrotreibstoffen aus Brasilien gegen den Klimawandel?
Der Fall Casanova
Am 6. März 2008 zerstörten Sicherheitskräfte in Riacho Grande in der Gemeinde Casa Nova (Bahia) die Häuser der kleinbäuerlichen Familien, um Landfläche für die Herstellung von Ethanol aus Maniok zu gewinnen. Ein exemplarischer Fall für Vertreibungen zur Gewinnung von Agrotreibstoffen.Agrotreibstoffe in Brasilien
FIAN International, Juli 2008FIAN-Bericht über die Folgen der Agrotreibstoffproduktion auf die sozialen Rechte der Landarbeiter, indigenen Bevölkerung und Kleinbauern in Brasilien (in Englisch)
Agrofuels in Brazil
"Nie werden wir mit dem grossflächigen Anbau von Energiepflanzen unser westliches Mobilitätsproblem lösen können, dafür verschlimmern wir die Hunger- und Umweltprobleme in den Südländern massiv. Ein weltweiter Stopp dieses Irrweges ist dringend nötig."
Maya Graf, Nationalrätin Grüne, Biobäuerin
Maya Graf, Nationalrätin Grüne, Biobäuerin
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Auch Sie können etwas tun
Was Sie tun können um der aktuellen Energie- und Klimakrise entgegenzuwirken:
- weniger und energiesparend Auto fahren (Treibstoff-Spartipps, weitere auf www.ecodrive.ch)
- öfter den öffentlichen Verkehr und das Fahrrad benutzen
- Reisen per Flugzeug einschränken
- regionale und saisonale Produkte aus fairem Handel bevorzugen
- Dritte für die Problematik der Agrotreibstoffe sensibilisieren
