Geld ist Land
Lali Cambra, 10. Dezember 2008Reiche Länder und multinationale Unternehmen sichern sich Lebensmittelreserven, indem sie "Nahrungskolonien" in armen Ländern gründen. Die FAO warnt vor diesem Neokolonialismus und manche Staaten erlassen Schutzgesetze.
Zertifizierte Nicht-Nachhaltigkeit?
Almuth Ernsting, 2. November 2008Im Sommer 2008 wurden die ersten RSPO-Zertifikate an indonesische und malaysische Palmölunternehmen erteilt. Nachforschungen haben ergeben, dass die zertifizierten Unternehmen alle in Abholzungen und andere Zuwiderhandlungen der RSPO-Kriterien verwickelt sind.
FAO-Bericht über Agrotreibstoffe und das Recht auf Nahrung
FAO, Juni 2008Ein im Juni 2008 publizierter Bericht der Uno-Organisation für Nahrung und Landwirtschaft (FAO) analysiert die Auswirkungen des Agtrotreibstoff-Anbaus auf das Recht auf Nahrung.
Indirekte Effekte der Agrotreibstoff-Produktion
Gallagher im Juli 2008Im Auftrag des englischen Transportministeriums hat Gallagher eine Studie durchgeführt, welche der Frage der Nachhaltigkeit von Agrotreibstoffen nachgeht.
Bericht (englisch) >>
Auswirkungen der öffentlichen Förderungen von Agrotreibstoffen
OECD 2008Produktion und Verbrauch von Biokraftstoffen haben in den letzten Jahren rasch zugenommen und werden sich in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich nochmals verdoppeln. In den meisten Länder sind Agrotreibstoffe weiterhin von öffentlichen Förderungen abhängig. Der OECD-Bericht untersucht die Auswirkungen der Agrotreibstoffproduktion und erarbeitet Empfehlungen für PolitikerInnen.
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Eine hellgrüne Revolution
WOZ vom 03.04.2008Die Preise für landwirtschaftliche Produkte explodieren. Doch die Ursachen des Problems liegen weder am knapper werdenden Land noch in den veränderten Essgewohnheiten der Weltbevölkerung, sagt Marcel Mazoyer. Das Problem liegt an der Marktwirtschaft an sich. Zum Text >>
Blut für Öl: Hunger und Unrecht durch Benzin vom Acker
spektrumdirekt vom 8. Dezember 2007Landvertreibungen, Mord und Totschlag in Paraguay, steigende Maispreise in Mexiko, Sklaverei in Brasilien, brennende Wälder in Indonesien: Das vermeintlich grüne Image der Agrartreibstoffe verblasst bei näherer Betrachtung. Ihre Produktion ist mit schweren Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen verbunden. Zum Text >>
Agrotreibstoffe: Heilmittel oder Pest?
R. Doornbosch & R. Steenblik, September 2007Der "Roundtable on Sustainable Development" der OECD hat sich mit den Chancen und Risiken von Agrotreibstoffen auseinandergesetzt. Zum Bericht (englisch) >>
Sprit vom Acker. Fünf Mythen vom Übergang zu Biokraftstoffen.
Von Eric Holt-Giménez, Le Monde diplomatique, Juni 2007.Der Ausdruck "Biokraftstoff" beschwört das lebensspendende Bild von unerschöpflicher, erneuerbarer Energie - eine saubere, grüne, nachhaltige Bestätigung des frommen Glaubens an die Technologie und die Macht des Fortschritts. Der Mythos eines unerschöpflichen Füllhorns namens Biokraftstoff lenkt von den mächtigen ökonomischen Interessen ab, die von diesem Übergang profitieren. Und er verdunkelt die politisch-ökonomischen Zusammenhänge zwischen verfügbarem Land und den Menschen wie zwischen Rohstoffen und Nahrungsmitteln. Zum Text >>
Biotreibstoffe - Eine rundum schädliche Mogelpackung
Von D. Rothen & S. Suhnerask Monatsbericht Dezember 2006
Seit einigen Jahren wird viel von Biotreibstoffen z.B. aus Zuckerrohr oder Palmöl gesprochen, sowohl in der Schweiz, wie auch in Kolumbien. Für einige sind die Biotreibstoffe die Lösung für knapper werdendes Erdöl und den drohenden Klimakollaps, für die anderen sind sie eine Bedrohungen für die Artenvielfalt und die Ernährungssouveränität. Doch was steckt genau hinter diesen Treibstoffen, die aus nachwachsenden Energiepflanzen gewonnen werden? Mit dem vorliegenden Monatsbericht wirft die ASK einen kritischen Blick auf dieses Thema. Zum Text >>
"Nie werden wir mit dem grossflächigen Anbau von Energiepflanzen unser westliches Mobilitätsproblem lösen können, dafür verschlimmern wir die Hunger- und Umweltprobleme in den Südländern massiv. Ein weltweiter Stopp dieses Irrweges ist dringend nötig."
Maya Graf, Nationalrätin Grüne, Biobäuerin
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Auch Sie können etwas tun
Was Sie tun können um der aktuellen Energie- und Klimakrise entgegenzuwirken:
- weniger und energiesparend Auto fahren (Treibstoff-Spartipps, weitere auf www.eco-drive.ch)
- öfter den öffentlichen Verkehr und das Fahrrad benutzen
- Reisen per Flugzeug einschränken
- regionale und saisonale Produkte aus fairem Handel bevorzugen
- Dritte für die Problematik der Agrotreibstoffe sensibilisieren
