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Ausstellung

Lateinamerika und der Rausch der Bioenergie
Von: Eine Welt Netzwerk Thüringen (EWNT) und Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL)

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61’901 Menschen fordern strenge Zulassungskriterien für Agrotreibstoffe

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Bern, 24.2.2011

Petition: Brot! Kein Benzin.
 
Agrotreibstoffe verschärfen den Hunger und zerstören Tropenwälder. 35 Organisationen und 61'901 besorgte Bürgerinnen und Bürger fordern deshalb mit der heute übergebenen Petition vom Bund strenge Zulassungskriterien für Agrotreibstoffe in der Schweiz. Die Petition kommt im richtigen Moment: Sie unterstützt einen Gesetzesvorschlag der Umweltkommission des Nationalrats, der sich in der Vernehmlassung befindet. In Delémont wurden die Pläne für eine Agrotreibstoff-Anlage zurückgezogen.

Las Pavas: Konflikt mit Biopalmölhersteller Daabon verschärft sich

16.2.2011

Der Landrechtskonflikt zwischen dem Konsortium El Labrador und den 123 Kleinbauernfamilien von Las Pavas ist weiterhin ungelöst. Angesichts ihrer sozialen Notlage haben die Kleinbauern nun beschlossen, auf das Land zurückzukehren. Entgegen der Ankündigung vom 28. Oktober 2010 ist Tequendama/Daabon weiterhin Teilhaberin am Konsortium El Labrador. Das Konsortium hat die Bauern beschuldigt, gewalttätig zu sein, illegalerweise Privatbesitz zu besetzen und den Frieden in der Region zu gefährden. Derweil schmückt sich Daabon weiterhin mit rund einem Dutzend Biosiegeln, unter anderem von Bio Suisse und tritt an Biomessen in Deutschland als umweltfreundliches und sozialverantwortliches Unternehmen auf.

Das Projekt einer Bioethanolfirma in Delémont fällt ins Wasser

13.2.2011

Delément wird nicht die erste Bioethanolraffinerie in der Schweiz haben. Das Projekt von Greenbioenergy, welches 100 Millionen Schweizer Franken kosten und 20 bis 25 Arbeitsplätze schaffen würde, fällt ins Wasser. Die Information, welche vom „SonntagsBlick“ aufgedeckt wurde, wurde von Jean-François Gnaegi, Sprecher des Projektes, bestätigt. Er erklärte, dass einerseits die Stadt Delémont keine Baubewilligung erteilte und jedes Mal neue Anforderungen bzgl. Sicherheit stellte; andererseits hat Alcosuisse abgelehnt, das Grundstück zu verkaufen. Der Gemeinderat von Delémont bestand darauf, die Baubewilligung nicht zu erteilen, bevor er versichert war, dass die Initianten alle nötigen Betriebsbewilligungen erhalten. Die skandinavischen Investoren haben letztendlich auf das Projekt verzichtet. Die Firma hätte jährlich rund 100'000 Tonnen Agrotreibstoffe aus Zuckerrohr produzieren sollen, wobei es sich um die grösste Privatintvestition in der Geschichte des Kantons Jura handelt.

Lebhafter Widerstand
Das Projekt hat unverzüglich lebhaften Widerstand hervorgerufen, trotz der Unterstützung der jurassischen Regierung. Die Mehrheit der Einsprachen kam von seiten des „Kollektivs gegen die Importation von Agrotreibstoffen“ (CIAD). Laut ökologischen Kreisen hat der intensive Anbau von Zuckerrohr Menschenrechtsverletzungen, die Zerstörung des Waldes und das Verschwinden des Anbaus von Nahrungsmitteln zur Folge, was folglich zum Hunger in der Welt beiträgt. Aber das Projekt war auch von einer kantonalen Initiative bedroht, welche ein Moratoriom bzgl. Agrotreibstoffen fordert. Der Initiativtext verlangt, während mindestens fünf Jahren auf dem jurassischen Ackerboden keine Agrotreibstoffe anhand von Pflanzen zu produzieren oder zu transformieren.

Quelle : CIAD
Übersetzung aus dem Französischen: ASK !

Strengere Vorschriften für Agrotreibstoffe

Bern, 17.11.2010

Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates (UREK) hat sich aktuell für strengere Kriterien bezüglich der Steuererleichterung von Agrotreibstoffen ausgesprochen. Unter anderem soll neuerdings nachgewiesen werden, dass die Rohstoffproduktion die Umwelt keinesfalls beeinträchtigt, der Anbau nur auf rechtmässig erworbenen Flächen erfolgt und die Ernährungssicherheit sicher gestellt ist. Zudem möchte die Vorlage den Bundesrat zwingen, eine Zulassungspflicht bei steigendem Angebot von Agrotreibstoffen, welche die Kriterien für die Steuererleichterung nicht erfüllen, einzuführen.

Weitere Details finden Sie hier.

50'000 Unterzeichner für Petition Agrotreibstoffe

Bern, 10.11.2010

Aktuell berät die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) des Nationalrates über einen Vorschlag für die Gesetzgebung zur Mineralölsteuerbefreiung von Agrotreibstoffen. Der Vorschlag beschränkt sich jedoch nur auf ökologische Kriterien und bezieht die Ernährungssicherheit der Menschen in den Herkunftsländern sowie deren Landrechte nicht mit ein.

In der Schweiz läuft deshalb eine Unterschriftensammlung für umfassendere Kriterien. Die über 30 beteiligten Organisationen aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Umwelt und Landwirtschaft sammelten bis zum 5. November dieses Jahres 50'000 Unterschriften. Die Unterschriftensammlung läuft bis vor der Parlamentsdebatte weiter, mindestens jedoch bis zum 15. Januar 2011. Unter www.petition-agrotreibstoffe.ch kann jeder Interessierte online unterzeichnen.
Konkret fordert die Plattform verschärfte Kriterien zur Steuervergünstigung sowie ein Bewilligungsverfahren für Agrotreibstoffe. Raffinerieprojekte für Agrotreibstoffe in der Schweiz sollen nachweisen, dass sie bei der Beschaffung ihrer Rohstoffe die Eigentumsrechte von indigenen Völkern wahren und dass die Rohstoffe nicht die Ernährungssicherung und Umwelt in den Herkunftsländern bedrohen. Nach dem heutigen Standard würden die beiden sich in Planung befindenden Raffinerieprojekte in Bad Zurzach und Delémont die von der Petition gewünschten Anforderungen nicht erfüllen.

Daabon zieht sich aus Las Pavas Projekt zurück

Daabon Organics, kolumbianischer Biopalmölhersteller, kündigte am 26. Oktober an, sich aus dem Las Pavas Projekt zurück zu ziehen. Das Unternehmen fürchtete den Imageschaden. Zuvor hatte The Body Shop in Reaktion auf eine unabhängige Studie die Lieferbeziehungen beendet. Auch deutsche Biohersteller übten nach eigenen Angaben Druck auf das Unternehmen aus. Ob das Konsortium mit neuen Partnern fortbestehen kann, oder ob die Familien das Land zurück bekommen, entscheiden letztlich die Behörden.

Offener Brief an Biohersteller

Schweizer und Deutsche Organisationen wenden sich in einem offenen Brief an die Naturkostproduzenten Allos, Alnatura, Rapunzel. Es geht um den Fall Las Pavas, wo CI Tequendama, Tochterunternehmen von Daabon, auf zweifelhafte Weise und unter Ausnutzung willfähriger Behörden Ländereien aufgekauft hat, um darauf Ölpalmen für Agrotreibstoffe anzupflanzen. Daabon ist Zulieferer von Palmöl für Rapunzel, Allos und Alnatura. Ein unabhängiger Expertenbericht stützt die Sichtweise der Bauern, die ein Anrecht auf Land durch langjährige Nutzung ableiten. Die Familien haben  konkrete Forderungen, die wichtigste: Sie wollen das Land zurück,  für das sie von der Landreformbehörde schon  fast schon legale Besitztitel erhalten hätten, wäre nicht Daabon dazwischen gekommen.

In einem offenen Brief wenden sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien, FIAN, kolko - Menschenrechte für Kolumbien e.V., Rettet den Regenwald, Brot für alle und uniterre an die deutschen Geschäftspartner von Daabon. Sie sollen sich unmissverständlich für die Rechte der Bauern einsetzen, da das Verhalten Daabons nicht vereinbar ist mit all den Gütesiegeln, mit denen sich das Unternehmen schmückt.
Body Shop hatte zuvor bereits die Lieferverträge mit Daabon gekündigt.

Tagung Energie aus Biomasse

Die Informationsstelle BiomassEnergie veranstaltet am 24. und 25. November eine zweitägige, internationale Tagung  in der Kartause Ittingen: Welchen Beitrag kann Biomasse im Jahre 2030 zu einer nachhaltigen Energieversorgung leisten? Wie werden sich Markt, Substrate und Produkte entwickeln? Unter dem Motto "Gemeinsam Visionen schaffen" sollen neue Impulse gesetzt werden.
Mehr dazu finden Sie hier.

Petition Agrotreibstoffe: Medienkonferenz stützt Unterschriftensammlung

Die Petition Agrotreibstoffe der Plattform Agrotreibstoffe ist online. Unter www.petition-agrotreibstoffe.ch  finden sich Argumente für die Unterzeichnung, Informationen über die unterstützenden Organisationen und Vordrucke, um Unterschriften zu sammeln.

Die Forderungen der Plattform: Die Einführung von Zulassungskriterien, welche sozial und ökologisch problematische Agrotreibstoffe generell ausschliessen. In die Kriterien müssen dabei insbesondere die Ernährungssicherung in den Herkunftsländern sowie indirekte Verdrängungseffekte einbezogen werden.

Auf der Medienkonferenz der  Plattform Agrotreibstoffe am 23. April sowie weiteren Veranstaltungen stellten Experten verschiedener Nationen die Gefahren der Produktion von Agrotreibstoffen dar. Die Stellungnahmen der Experten sind hier nachzulesen. Verschiedene Medien haben bereits berichtet.

Noch bis zum 15. Januar können Sie die Petition mit Ihrer Unterschrift unterstützen!

Klimawandel in Kolumbien

März 2010

Kolumbien ist aktuell sehr direkt vom Klimawandel betroffen, durch ein ausgeprägtes und lange anhaltendes El Niño-Phänomen. In einem der an Biodiversität reichsten Länder haben aber auch die längerfristigen Klima- und Ökosystemveränderungen gravierende Auswirkungen. Unter anderem als Massnahme gegen den Klimawandel und zur Vorbeugung der Erdölknappheit setzt Kolumbien auf die Förderung von Agrotreibstoffen, insbesondere aus Zuckerrohr und Palmöl.

ask-Monatsbericht März 2010

Offener Brief an den RSPO und den WWF zum "greenwashing" der Palmölindustrie

Gemäss diesem Brief, der von mehr als 80 Organisationen unterschrieben wurde, sind RSPO-zertifizierte Palmölunternehmen in vielen Fällen direkt verantwortlich für Umsiedlungen, Zerstörung von Regenwald und Sumpflandschaften, Verschmutzung von Böden und Wasser und die Verschärfung der Klimaerwärmung. Palmölmonokulturen können nie nachhaltig sein undderen Zertifizierung unterstützt lediglich die Ausbreitung dieser destruktiven Industrie.

Pressemitteilung (engl.)
Offener Brief (engl.)

Neue Studie aus Mosambik: Agrotreibstoff aus Jatropha ist Irrweg

Bern, 19. August 2009

Agrotreibstoffe aus der Jatropha-Nuss sind nicht nachhaltig und verdrängen den Anbau von Nahrungsmitteln. Dies belegt eine neue Studie aus Mosambik, die von der Schweizer Plattform Agrotreibstoffe in Auftrag gegeben wurde. Die Studie erscheint rechtzeitig vor einem wichtigen Entscheid im Parlament über die Initiative Rechsteiner für ein Moratorium für Agrotreibstoffe. Sie zeigt die schwierige Realität für Kleinbauern in Mosambik und belegt damit die Notwendigkeit des Moratoriums. 

Lange Fassung der Studie (Englisch)

Internationale Beobachtungsmission zu Agrotreibstoffen in Kolumbien: schwere Menschenrechtsverletzungen

Stephan Suhner, August 2009

Während die Regierung Uribe weiterhin die Produktion von Agrotreibstoffen aus Ölpalm- und Zuckerrohrplantagen fördert, bleibt die Situation der lokalen Gemeinschaften in den Anbaugebieten prekär. Internationale Beobachter fanden massive Gewaltanwendungen, juristische Verdrehungen und Umweltzerstörung vor.

ask-Monatsbericht August 09

Der grosse Durst der Jatropha

Phil McKenna, Technology Review, 11. Juni 2009

Die viel gepriesene "Wunderpflanze" Jatropha wird von Agrotreibstoffproduzenten als ökologisch korrekte Alternative zu den bisherigen Energiepflanzen ins Feld geführt. Ein beliebtes Argument dafür ist, dass Jatropha auch auf den kargsten Böden gedeiht und somit nicht zu einer Wasserkonkurrenz führt. Eine niederländische Studie bringt nun eine völlig andere Wahrheit ans Licht: damit Jatropha Ertrag bringt, benötigt sie enorme Mengen Wasser, viel mehr noch als andere Energiepflanzen.

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Moratorium für Agrotreibstoffe hat erste Hürde bestanden!

Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates hat einer parlamentarischen Initiative Folge gegeben, welche ein fünfjähriges Moratorium für die Einfuhr von Agrotreibstoffen bzw. Rohstoffen zu deren Herstellung fordert. Die Kommission spricht sich für eine restriktive Haltung gegenüber biogenen Treibstoffen aus und möchte nun die gesetzlichen Grundlagen überprüfen. 

Energie aus Pflanzen ja - aber nicht für Sprit

Spiegel online, 8. Mai 2009

Neue Kritik an Biotreibstoffen: Ihre direkte Verbrennung in Motoren ist ineffizient und klimaschädlich, heißt es in einer Studie. Besser sei es, aus Pflanzenmasse Strom zu gewinnen und damit Elektroautos zu betreiben.

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Zertifizierung von Biokraftstoffen kann Umweltgefahren nur teilweise ausschliessen

 Informationsdienst Wissenschaft, PM vom 16. April 2009

Nun wird es auch aus der Wissenschaft bestätigt: die Zertifizierung von Agrotreibstoffen kann die nachhaltige Produktion von importierten nachwachsenden Rohstoffen nur begrenzt sicherstellen. Dies zeigt eine Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (D) zu den Nachhaltigkeitsanforderungen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU, welche Kriterien für die Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen und anderen flüssigen Treibstoffen aufstellt.

Pressemitteilung

Landraub für Ethanol in Moçambique

Von Adam Welz, April 2009

Die Agrotreibstoffindustrie in Moçambique wird von staatlicher Seite massiv vorangetrieben. ProCana, ein Grossprojekt zur industriellen und exportgerichteten Produktion von Ethanol aus Zuckerrohr, beansprucht mehr als 30´000 ha (75´000 acres) Land, welches der indigenen Bevölkerung abgerungen wird. Das Projekt bedroht auch bestehende Naturpärke, wie den Transnationalen Park und andere Naturschutzprojekte. Da die Plantagen in trockenem Gebiet aufgebaut werden sollen, ist dafür massive Bewässerung notwendig, wozu der nahegelegene Massingir-Fluss angezapft werden soll.

Zum Artikel (in Englisch)

Energie vom Acker

 Brot für die Welt et al., Januar 2009

Eine sehr aktuelle und umfangreiche Studie zum Thema Agrarenergie. Aspekte wie Herausforderungen der Klimakrise, Gewinner und Verlierer des Agrotreibstoff-Booms, soziale Folgen, Subventionspolitiken, Zertifizierungsprozesse und Ernährungssicherheit werden diskutiert.

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Konferenz zur Förderung der Agrotreibstoffproduktion in Brasilien

Vom 17. bis 21. November 2008 fand in São Paulo, Brasilien, eine Internationale Agrotreibstoff-Konferenz statt, mit dem Ziel, das mittlerweile angeschlagene Image dieses Produktes aufzupolieren und dessen weitere Expansion zu fördern. Der Roundtable on Sustainable Biofuels (RSB) führte im Rahmen dieser Konferenz einen Expertenworkshop zu Agrotreibstoffen und Landumnutzung durch. Dabei wurde der Wissensaustausch zwischen Experten gefördert und darüber diskutiert, wie der Aspekt der Landumnutzung in Nachhaltigkeitsstandards einbezogen werden kann.

Schlussbericht und Präsentationen

Die weltweite Ernährungskrise und das Recht auf Nahrung

 Von Christophe Golay, CETIM, Dezember 2008

Die Frage nach dem Zugang zu Nahrung ist so aktuell wie nie. Seit dem Ausbruch der Hungerkrise im Frühling 2008 haben die UNO und zahlreiche andere Organisationen Stellung genommen zu den Ursachen und den Mitteln, dagegen anzukämpfen. Paradoxerweise scheint der Versuch des Kampfes gegen Hunger und Unterernährung, basierend auf dem Recht auf Nahrung, der von den Staaten, der FAO und der Zivilgesellschaft seit 1996 gerühmt wird, gerade in dem Moment an Boden zu verlieren, wo er am nötigsten wäre.
(Ausgabe Nr. 3 der Reihe "Cahiers critique" des CETIM, auf französisch, englisch und spanisch)

Agrotreibstoffe der 2. Generation: keine Lösung des Energieproblems.

Das Thema des 36. Ökobilanzen-Diskussionsforums an der EMPA Akademie in Dübendorf waren die zukünftigen Treibstoffe aus erneuerbaren Quellen. In Fachkreisen scheint niemand der Meinung zu sein, dass die Agrotreibstoffe der 2. Generation in Zukunft grosse Bedeutung erlangen werden oder gar die Lösung unserer Energiekrise darstellen. Die Prognose lautet eher, dass die BtL-Treibstoffe (flüssige Treibstoffe die durch Gasifizierung von Biomasse und anschliessendem synthetischem Prozess hergestellt werden) ein Baustein in einem diversifizierten Energiemodell sein können.

Vorträge des Forums

Nachhaltiges Palmöl aus Kolumbien?

Am 16. Oktober hat in Cartagena, Kolumbien, das erste lateinamerikanische Treffen des RundenTisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) stattgefunden. An vorderster Front mit dabei war Fedepalma, der Verband der kolumbianischen Ölpflanzern. Bereits im Vorfeld haben (kolumbianische) Organisationen daran gezweifelt, dass die Palmölproduktion nun nachhaltig wird.
Erste Zertifizierungen zeigen, dass diese Zweifel nicht unbegründet sind.

Weiteres zur Zertifizierung von Agrotreibstoffen unter Hintergründe global und Europa

Streik der Zuckerrohrarbeiter beendet

Noch am Tag vor der Beilegung des Streiks am 10. November sah es gar nicht nach einer zufriedenstellenden Einigung aus: vor allem die Verhandlungen in der Zuckerfabrik Pichichí waren gezeichnet von Druckausübung, Agressionen und Beschimpfungen gegen die Streikenden. Schliesslich einigten sich die verhandelnden Parteien in 5 von 8 Fabriken auf für die Arbeiter zufriedenstellende Verträge.

Update zum Streik der Zuckerrohrarbeiter im Cauca

Seit mehr als 45 Tagen dauert der Streik der cañeros nun bereits an. Es wurden zwar Verhandlungen mit Regierungsvertretern aufgenommen, die aber zu nichts geführt haben.

Streik der Zuckerrohrarbeiter in Kolumbien stösst auf taube Ohren

Seit einem Monat streiken 14'000 Arbeiter der Zuckerrohrindustrie in den Departementen Cauca und Valle. Sie protestieren damit gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen, die ihnen und ihren Familien kaum das Überleben sichern. Der Forderungskatalog für Verhandlungen wurde dem Verband der Zuckerrohrproduzenten Asocaña am 14. Juli 2008 überreicht. Da Asocaña sich den Verhandlungen verweigerte, begann am 15. September 2008 der Streik. Dieser wird von der Regierung rein als militärisches Problem behandelt und die Streikenden werden diffamiert, bedroht, ihre Proteste mit Gewalt aufgelöst. Seit Streikbeginn gab es über 40 Verletzte.

Nationalratsmehrheit gegen Agrotreibstoffe

Eine in der Herbstsession vom Basler SP-Nationalrat und Swissaid-Präsident Rudolf Rechsteiner eingereichte Parlamentarische Initiative verlangt ein fünfjähriges Moratorium für die Einfuhr von Agrotreibstoffen in die Schweiz. Erstmals findet ein politischer Vorstoss zu diesem Thema eine derart breite politische Unterstützung: 105 Nationalrätinnen und Nationalräte aller Parteien unterzeichneten die Initiative.

FAO-Bericht über Agrotreibstoffe und das Recht auf Nahrung

Ein im Juni 2008 publizierter Bericht der Uno-Organisation für Nahrung und Landwirtschaft (FAO) analysiert die Auswirkungen des Agtrotreibstoff-Anbaus auf das Recht auf Nahrung.
"Nie werden wir mit dem grossflächigen Anbau von Energiepflanzen unser westliches Mobilitätsproblem lösen können, dafür verschlimmern wir die Hunger- und Umweltprobleme in den Südländern massiv. Ein weltweiter Stopp dieses Irrweges ist dringend nötig."

Maya Graf, Nationalrätin Grüne, Biobäuerin

Auch Sie können etwas tun

Was Sie tun können um der aktuellen Energie- und Klimakrise entgegenzuwirken:
  • öfter den öffentlichen Verkehr und das Fahrrad benutzen
  • Reisen per Flugzeug einschränken
  • regionale und saisonale Produkte aus fairem Handel bevorzugen
  • Dritte für die Problematik der Agrotreibstoffe sensibilisieren
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